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Orthoptics

Nystagmus/Augenzittern

 

Ein Nystagmus (im Link kann man gut die rhythmischen Augenbewegungen sehen) ist charakterisiert durch wiederholte, rhythmische Hin- und Herbewegungen eines/beider Augen. Diese können pendelnd und/oder ruckartig sein, horizontal, vertikal, torsional oder eine Kombination aller Elemente. Wie es dazu kommen kann ist noch weitgehend unklar (defekte Mechanismen, für stabile Augenstellung und Augenbewegungen).

Der Nystagmus kann physiologisch oder pathologisch auftreten. Beim früh erworbenen Nystagmus entwickeln die Kinder in der Regel eine recht gute Sehschärfe und sind weiter nicht gestört durch diese Bewegungen. Abgrenzen muss man ihn zum Beispiel von einem durch eine Augenerkrankung verursachten Nystagmus (okulärer Nystagmus).

Besteht der Nystagmus nicht seit Geburt und tritt erst später auf, handelt es sich um eine erworbene Form. Diese Patienten sind dann durch Scheinbewegungen (Oszillopsien) erheblich gestört, im Gegensatz zu Patienten mit angeborenem Nystagmus, welche keine Scheinbewegungen wahrnehmen. Die Ursachen für einen erworbenen Nystagmus sind sehr vielfältig (zentralnervöse Erkrankungen, Medikamentenintoxikation z. B. Sedativa).

Die Möglichkeiten einer Behandlung sind abhängig von Art, Ursache und Ausmaß des Nystagmus und seiner Kompensationsmechanismen (so vorhanden). Wird zum Beispiel der Nystagmus in einer Blickrichtung ruhiger, so wird der Patient/die Patientin eine Kopfzwangshaltung einnehmen um in dieser Blickrichtung zu schauen. Je ruhiger der Nystagmus ist, desto besser ist die Sehschärfe. Ist diese Kopfzwangshaltung ausgeprägt, so kann man eine Augenmuskeloperation durchführen oder bei einer geringen Ausprägung allenfalls Prismengläser anpassen.