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Orthoptics

Neurologische Sehstörungen

Sehstörungen treten nach einer Hirnverletzung häufig auf und können den Alltag sehr erschweren.  Doppelbilder, Gesichtsfeldausfälle und verschwommenes Sehen können sowohl die visuelle Orientierung als auch das Lesen beeinträchtigen. Für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld sind diese Phänomene oft sehr störend und bedürfen einer sorgfältigen orthoptischen Diagnostik und Behandlung.

Sehschärfe, Gesichtsfeld und die beidäugige Zusammenarbeit werden durch OrthoptistInnen untersucht und bei Bedarf mit optischen Hilfsmitteln oder Trainingsverfahren verbessert. Ein wesentlicher Behandlungsschwerpunkt dabei ist die Kompensation von Gesichtsfeldausfällen (Hemianopsien). Ziel des Gesichtsfeldtrainings ist es, durch geschickte Blickstrategien das ausgefallene Gesichtsfeld zu ersetzen und eine optimale Orientierung zu ermöglichen.

Störungen der Augenbeweglichkeit werden ebenfalls durch eine Hirnverletzung verursacht. Doppelbilder und verschobenes Sehen sind die lästige Folge. Durch optische Korrekturen (Prismen) gelingt oft die Wiederherstellung der beidäugigen Zusammenarbeit.

Instabiles oder verschwommenes Sehen ist eine weitere mögliche Folge neurologischer Erkrankungen. Hier gilt es, die Situation nach gründlicher orthoptischer und augenärztlicher Untersuchung, mit vergrössernden Hilfsmitteln und einer Anpassung von Beleuchtung und Umgebung bestmöglich zu gestalten.

Im Behandlungsteam von neurologischen Patienten haben OrthoptistInnen eine wesentliche Funktion.

 

 

 

Doppelbilder:

Doppelbilder

 

 

Gesichtsfeldausfall:

 

 

Wahrnehmungsstörung: