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Orthoptics

Brille

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Jede Fehlsichtigkeit muss bei Kindern mit nicht optimaler Sehschärfe oder je nach Diagnose des Schielens korrigiert werden.

Beim ersten Besuch beim Augenarzt/bei der Augenärztin wird generell eine objektive Messung der Fehlsichigkeit mittels cycloplegischen Augentropfen durchgeführt. Das heisst man wird ihrem Kind Tropfen in die Augen geben, die während ca. 12-24 Stunden die Naheinstellung (Akkommodation) blockieren. Ihr Kind wird während dieser Zeit unscharf sehen und lichtempfindlich sein, da die Pupillen erweitert sind. Jedoch ist dies die einzig genaue Möglichkeit festzustellen, ob eine Brille verschrieben werden muss. Gleichzeitig kann der Augenarzt/die Augenärztin, wegen der grossen Pupille, den Augenhintergrund (Netzhaut) beurteilen.

Die optimale Brillenkorrektur ist die Kondition sine qua non für die gute Entwicklung der Sehschärfe. Die Brille erlaubt, dass ein scharfes Bild auf die Netzhaut kommt. Im Fall einer Amblyopie reicht das Tragen einer Brille nicht und das « schwache Auge » muss durch eine Okklusionstherapie stimuliert werden.

Bei Kindern mit einer Hyperopie (Weitsichtigkeit), welche schielen, wird der Schielwinkel mit der Brille oft kleiner. Ein weitsichtiges Auge kann durch Akkommodation seine Hyperopie kompensieren, jedoch stimuliert eine Überakkommodation die Konvergenz und ein Innenschielen kann auftreten.

Auch nach einer Augenmuskeloperation ist das Tragen der Brille weiterhin notwendig: Die Schieloperation korrigiert durch Änderungen an den äusseren Augenmuskeln die Fehlstellung der Augen, die Brille korrigiert den Brechungsfehler des optischen Systems "Auge".

Brille und Operation beseitigen jedoch nicht die Sehschwäche (Amblyopie).

Schlussendlich, ein Kind, dass eine Brille tragen muss, braucht diese nicht unbedingt während seinem ganzen Leben. Die Notwendigkeit einer Brille und die Fehlsichtigkeit kann sich mit dem Wachstum ändern.