Ausgabe 9, 1996
30 Jahre Schielbehandlung und Orthoptistinnenausbildung
PD Dr. D. Wieser, Univ. Augenklinik Basel
Zusammenfassung
Der Artikel gibt einen Ueberblick über die Geschichte der Schielbehandlung und die Orthoptistinnenausbildung in den letzten Jahrzehnten.
Ich möchte die Beendigung meiner Tätigkeit an der Univ. Augenklinik Basel zum Anlass nehmen, um einiges aus der Entwicklung der Schielbehandlung und der Orthoptistinnenausbildung in den letzten Jahrzehnten zu berichten. Vor 35 Jahren im Augenspital Basel eingetreten, habe ich seit nun 30 Jahren die Abteilung für Schielbehandlung und die Schule für Orthoptistinnen geleitet. So wird wohl eine eher subjektive Darstellung aus persönlicher und Basler Sicht resultieren. Ich hoffe jedoch, dass ich die Einbettung in das Geschehen auf schweizerischer und internationaler Ebene sichtbar machen kann. Ich werde beim gegebenen Raum nur auf einzelne Namen hinweisen können, ohne auf die verschiedenen Beiträge einzugehen und bitte dafür um Nachsicht.
Anpassungskriterien bei Mehrstärkengläsern
Eveline Klimmeck-Gugolz, Sehschule Universitätsaugenklinik Bern
Zusammenfassung:
Der Artikel möchte Hilfestellung bei der Anpassungsüberprüfung von Brillen mit Mehrstärkengläsern geben. Darunter fallen folgende Punkte:
Zentrierung überprüfen 1.1. bei Gleitsichtgläsern, 1.2. bei Bi- und Trifokalgläsern, Hornhautscheitelabstand überprüfen, Inklination überprüfen, Meniskierung überprüfen und Sitz der Brille überprüfen
Wie igstee mit igs verwechselt wurde, eine Geschichte
Lüthi Magdalena, Augenklinik Luzern, Orthoptik-Abteilung
Zusammenfassung
Die Geschichte erzählt von einer Patientin, die nach einer vom Optiker selbständig verordneten Prismenbrille, grosse Sehprobleme bekam.
Stellungnahme der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG) zur selbständigen Prismenabgabe durch Optiker
Die Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft wendet sich aus nachfolgenden Überlegungen gegen eine selbständige Abgabe von Prismen durch die Optiker.
Die optimale Kleinkinder-Brillenfassung
Brigitte Tóth, Augenklinik St. Gallen Abteilung für Orthoptik und Neuroophthalmologie (Leitende Ärztin: PD Dr. 1. Gottlob)
Zusammenfassung:
Durch immer frühere Brillenverordnungen bei Säuglingen wird der Bedarf an Kleinkinderbrillen stets grösser. Brillen für Kleinkinder sind jedoch keinesfalls kleine Kinder- oder Erwachsenenbrillen. Die spezielle Anatomie des Kopfes und des Gesichtes verlangen nach Brillenfassungen, die dem gerecht werden.
Der folgende Artikel soll aufzeigen, welche Kriterien bei der Empfehlung einer Brille zu beachten sind.
Myasthenie mit atypischem Augenbefund
Brigitte Bärlocher, Universitätsaugenklinik Zürich Schule für Orthoptik
Zusammenfassung:
Es wird der Fall eines Patienten mit Myasthenie mit atypischem Augenbefund beschrieben.
Prismatischen Behandlung bei Konfusion
Rosalba Fröhlich-Gentilin, Praxis Dr. Haueter, Aarau
Zusammenfassung:
Im folgenden Beitrag wird der Patient A.B. (1969) vorgestellt, bei welchem im Jahr 1987 ein Pinealistumor extirpiert wurde. Postoperativ bestand ein Parinaud-Syndrom. Der ophthalmologische Zustand besserte sich, es blieb eine Exotropie links und die Konvergenz war nicht mehr vorhanden. Nach einer Schieloperation im Jahr 1989 beklagte sich A.B. über dauerndes Doppelsehen. Nach genauem Nachfragen stellte sich heraus, dass der Patient nicht durch Diplopie sondern durch Konfusion gestört war. Erfolglos wurde versucht, mit Prismen eine Fusion zu erreichen. Mit Ausschleichfolien wurde eine Suppression nicht möglich. Da die Lösung mit einer Vollokklusion für A.B. nicht optimal war, wurde mit Prismen versucht, das störende Bild zu supprimieren.
A.B. trägt heute 20 Prismen in ca. 2000 auf dem linken Glas und ist von der Konfusion nicht mehr gestört. Bedingt durch den Pinealistumor mit Hydrozephalus occlusivus bezieht A.B. eine IV-Rente (100 %). Er kann jedoch als Büroangestellter arbeiten.
Die Rolle der Orthoptik in einem Spital
Iris Reckert
Zusammenfassung:
Der Artikel fragt nach dem Bekanntheitsgrad der Orthoptik im Spital und bei den zuweisenden Ärzten.



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