Schriftgröße: Schriftgröße: klein Schriftgröße: mittel Schriftgröße: groß
DeutschDeutsch FrançaisFrançais
Orthoptics

Ausgabe 12, 1999

Alternate-Day-Squint

E. Schuler und S. Wenger, Abteilung für Schielbehandlung und Neuroophthalmologie der Universitäts-Augenklinik Basel
 
Zusammenfassung:
Im Folgenden wird das Krankheitsbild des Alternate-Day-Squint beschrieben und über zwei eigene Fälle berichtet.
 
Kreuz und quer durch den orthoptischen Alltag
Barbara Zürcher-Sprecher, Augenklinik Kantonsspital Winterthur und Praxis Dr. med. P. R. Trüb Zürich
 
Zusammenfassung
Sechs Fälle der orthoptischen Praxis mit unterschiedlichster Problematik werden beschrieben:
Fall 1 mit normosensorischem essentiellem Spätschielen mit entsprechender Prismentherapie und Augenmuskeloperation und neun Monate später auftretenden Hirntumor.
Fall 2 Patientin mit Gleitsichtglasproblemen infolge zu hoch angepassten Gläsern und später auftretender Diplopie infolge Hirntumor, welcher radio­chirurgisch mit Gamma Knife therapiert wird.
Fall 3 latente Hypermetropie bei einem 36-jährigen Patienten.
Fall 4 Fünf Jahre alte Patientin mit zunehmen­dem Visusabfall bei Orthophorie, aber beidseits exzentrischer Fixation.
Fall 5 Behebung der Brillenprobleme mittels speziellem Nasensteg nach Mass bei einer sechsjähri­gen Patientin mit Progeria infantum / Hutchinson-Gilford Syndrom (vorzeitige Vergreisung).
Fall 6 Vierjähriger Knabe mit unterkorrigier­ter Brillenkorrektur und falscher orthoptischer Therapie bei Strabismus convergens concomitans rechts mit hochgradiger Amblyopie und exzentrischer Fixation rechts.
Am Ende jedes Falles werden jeweils als Fazit einige grundsätzliche Überlegungen und kritische Gedanken zur Diskussion gestellt.
 
 
Hypertropie links oder rechts
Magdalena Lüthi, Augenklinik Luzern
 
Zusammenfassung:
Ein erworbener Fovea-Höherstand führt zu einem kosmetisch störenden Pseudostrabismus verticalis, welcher zeitweise in einen Parallelstand „dekompensiert“.
 
 
Downbeat-Nystagmus bei Arnold-Chiari-Missbildung
Brigitte Simonsz-Toth, Kantonsspital St. Gallen, Augenklinik, Abteilung für Schielbehandlung und Neuroophthalmologie
 
Zusammenfassung:
Berichtet wird über eine 36-jährige Patientin. Sie klagte über Schwindel, Verschwommensehen, fragliche Oszillopsien, vor allem bei Seitblick. Bei sonst unauffälligem Orthoptik-Status betrug der Visus 0.6, jedoch bei unter- und spätkorrigierter Ametropie. Klinisch sah man in Primärposition erst einen feinschlägigen horizontalen, später einen vertikalen Sägezahn-Nystagmus mit Schlagrichtung nach unten, bei Lateral- und Abblick zunehmend. Bei Seitblick lach ein Blickrichtungsnystagmus mit torsioneller Komponente vor. Das Erscheinungsbild liess an einen Downbeat-Nystagmus denken, differentialdiagnostisch musste aber auch ein kongenitaler Nystagmus mit Oszillopsie in Betracht gezogen werden. Die Kernspintomographie zeigte eine Arnold-Chiari-Malformation Typ 1, die Patientin wurde daraufhin einer Dekompressionsoperation unterzogen.
Downbeat-Nystagmis ist ein vertikaler Sägezahn-Nystagmus, der nach unten schlägt und Oszillopsie bewirkt. Er ist meist erworben und wird durch Läsionen im Hirnstamm oder Cerebellum verursacht. In 20-30% liegt ein Arnold-Chiari Syndrom vor. Es handelt sich dabei um eine Anomalie, welche den kau­dalen Teil des Cerebellums und der Medulla oblongata miteinbezieht. Diese führt zu einer Verschiebung nach unten durch das Foramen magnum in den Spinalkanal. Drei Typen des Arnold-Chiari-Syndroms können unter­schieden werden, basierend auf der Position des Klein­hirns und des Hirnstamms in Bezug auf das Foramen magnum. Nebst Downbeat-Nystagmus können beim Arnold-Chiari-Syndrom auch Blickrichtungs-, Re­bound- und Konvergenznystagmus, Beeinträchtigung der Folgebewegung, des OKN / VOR, der VOR-Sup­pression, Sakkaden-Dysmetrie, Skew deviation und INO auftreten.
 
 
Ungewöhnlicher Ansatz des M. rectus superior links
Helia Garcia, Stefanie Jauch, Christine Bütler Widmer und PD Dr. Klara Landau, Orthoptische Abteilung Universitätsspital Zürich
 
Zusammenfassung:
Beim nachfolgend vorgestellten Fall erlebte das Operationsteam eine seltene Überraschung (…). Eine Überraschung in subjektiver, objektiver, orthoptischer und operativer Hinsicht.