Prävention
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Kinder sollten zu einer augenärztlich-orthoptischen Untersuchung wenn man diese Zeichen beobachtet:
- Schielen
- Augenzittern (Nystagmus)
- Schiefhalten des Kopfes
- Vorbeigreifen
- Ungeschicklichkeiten (Stolpern, Anstossen)
- Häufiges Blinzeln, Zwinkern, Kneifen
- Lichtempfindlichkeit, tränende oder brennende Augen
- Augenreiben
- Unlust am Lesen, Lesestörungen
- Konzentrationsprobleme
- Klagen über Doppelbilder
- Ihr Kind schliesst ab und zu ein Auge
- Kopfschmerzen
- Klagen über unscharfes Sehen
- Hornhauttrübungen
- Grau-weissliche Pupillen
- Sehr grossen Augen
- Lidveränderungen, hier besonders Hängelider welche die Pupille verdecken
Und falls sie sich einer Sache nicht sicher sind - KEIN KIND IST ZU KLEIN , UM UNTERSUCHT ZU WERDEN!
Auch sollten sie ihr Kind kontrollieren lassen bei erhöhtem Risiko
- Für Schielen
- Für Fehlsichtigkeit
- Für erbliche Augenerkrankungen
Das liegt z. B. vor bei Frühgeborenen, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von schielenden Eltern oder stark Fehlsichtigen (besonders Weitsichtigen), sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen.
Die Untersuchung:
Die Rolle der Orthoptistin/des Orthoptisten und die des Augenarztes/der Augenärztin sind verschieden, jedoch ergänzend. Sie arbeiten eng zusammen.
des Augenarztes/der Augenärztin:
Die augenärztliche Untersuchung ist eine komplette Untersuchung der Augen (Transparenz des Auges, Augenhintergrund, messen des Augendruckes, der Fehlsichtigkeit ...). Falls eine Fehlsichtigkeit besteht verschreibt der Augenarzt / die Augenärztin eine Brille.
der Orthoptistin/des Orthoptisten:
Die Orthoptistinnen und Orthoptisten arbeiten selbstständig, im aufgetragenen Kompetenzrahmen, im Bereich der orthoptisch-strabologischen* und neuroophthalmologischen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation.
Die orthoptische Untersuchung beinhaltet: die Anamnese, die Untersuchung der Schielstellung und deren Quantifizierung, die Beurteilung der Zusammenarbeit beider Augen (Qualität des Binokularsehens, Netzhautkorrespondenz), eine Störung der Augenbeweglichkeit und deren Typ zu erkennen, die Bestimmung der Sehschärfe und Fixation, Bestimmung der Refraktion, neuroophthalmologische Untersuchungen wie Gesichtsfeld, Farbensehen und Pupillomotorik diagnoseweisend durchzuführen um am Ende der Untersuchung eine Gesamtbeurteilung und orthoptische Diagnose zu stellen.
Die Orthoptistin/der Orthoptist leitet und überwacht, in Zusammenarbeit mit dem Augenarzt/der Augenärztin, die therapeutischen Massnahmen aufgrund der gestellten Diagnose.
* Die Orthoptik (aus dem Griechischen: orthos und optikos = «richtig sehen») befasst sich mit der Zusammenarbeit beider Augen, insbesondere mit den Schielstellungen (Strabismus = Schielen) und den neurologischen Zusammenhängen.



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